der Sehtest
Ich dachte, ich sehe nicht richtig. Tue ich aber tatsächlich doch! Meine Sehkraft liegt bei 90% und damit brauche ich keine neue, stärkere Brille. Warum sehe ich dann trotzdem so viele Dinge unscharf und verschwommen? Liegt es an meinen Augen oder doch an mir?! Sehen wir nur, was wir sehen wollen und nicht, was wirklich vor uns passiert? Laut der furchtbar netten Augenärztin sind meine Augen kerngesund. Mein Inneres hat sie bei der Untersuchung weniger bis gar nicht interessiert. Sie ist ja auch eine Augenärztin. Meine Augen sind gesund, meine Sehnerven auch, meine Wahrnehmung ist teilweise getrübt. Ich sehe zwar nicht, aber ich merke, dass ich bei vielen Dingen einfach die Augen vershcließe und auf Wunder warte, die von alleine nicht kommen werde. Ich setze einfach meine Scheuklappen auf - das geht leider wirklich ziemlich einfach - und warte. Fast blind laufe ich durch die Straßen, anstatt meine gesunden Augen zu nutzen, um die Welt um mich herum besser wahrzunehmen. Täte ich das, würde ich die Chancen, die sich ergeben vielleicht viel deutlicher sehen und könnte gezielter handeln.
Ich versuche zu sagen: Wennw ir unsere Augen auch mal wirklich nutzen würden, würden wir die Stolpersteine sehen. Wir könnten ihnen aus dem Weg gehen. Wenn wir unsere Augen nutzen würden, würden wir nach links und nach rechts schauen und auch mal eine Abzweigung sehen und diese an Stelle des Weges nehmen, vllt ist sie der eigentliche Weg. Wir nutzen unsere Augen zu wenig. Der Sehsinn ist der wichtigste Sinn überhaupt. Und trotzdem schaffen es die meisten nicht, ihn im vollen Umfang zu nutzen. Ich am aller wenigstens. Genau genommen bin ich denkbar ungeeignet, um Tipps zu geben, wie man seine Augen nutzen könnte. Aber in diesen Zeiten wird mir von tag zu Tag mehr klar, dass ich MEINE Augen nutzen will. Mit jedem Tag bin ich der Entscheidung näher, öfter nach links und nach recht zu blicken, um meinen Sehwinkel zu erweitern. Ich will in den Himmel schauen und trotzdem mitbekommen, was auf dem Boden passiert...
Das bedeutet Arbeit. Ich muss daran arbeiten, meine Augen richtig und bestmöglich zu benutzen; also muss ich an mir arbeiten. Das habe ich vor. Mit jedem Tag in Berlin, dan dem die Temperatur langsam steigt, steigt auch die Motivation und der Wille zu arbeiten - an mir, an den Umständen, in denen ich momentan lebe, an meinen Möglichkeiten und auch ein Stückchen an der Welt. Weit ausgeholt? Unmöglich? Nein, ich denke, es ist machbar! Ich werde am Beweis arbeiten...
hier und da komm' ich auf die Idee, einen anderen Weg zu gehn'


Du gehst DEINEN Weg, barfuß oder bekleidet, mit oder ohne Schnupfen, egal ob du nach links oder nach rechts schaust(denn in beide Richtungen gleichzeitig zu sehen geht leider schlecht, es seidenn du würdest nach jedem Schritt stehen bleiben), mit oder ohne Schnupfen, blond oder dunkelhaarig und auch mit ein paar mehr oder weniger Kilos auf den Rippen (solange du dich noch von A nach B bewegen kannst)....und ob mit oder ohne Brille ist letztendlich auch egal, denn für die Augen ist das Wesentliche unsichtbar.....NUR MIT DEM HERZEN SIEHT MAN GUT!
AntwortenLöschen