Kaffee und Käsetoast, so fing mein Sonntag heute um halb zwei an.
Nach einem Monat in Berlin bin ich gerade dabei, Bilanz zu ziehen. Dabei wird mir klar, dass ich diese ganze "Aktion" irgendwie unterschätzt haben muss. reBoot: BERLIN - sind wir bereit? Bin ich bereit? Zumindest musste ich wohl vor 'nem Monat bereit gewesen sein, heute kann ich das so nicht mehr ganz beJAen. Grundsätzlich bin ich gar kein optimistischer Mensch, aber in dieser Sache - dieser ganze Umzug in eine Großstadt, Neuanfang in Berlin - war ich alles andere als pessimistisch! Vielleicht war ich sogar etwas blauäugig, ein bisschen naiv. Positiv Denken gehört eigentlich nicht zu meinen ausgeprägtesten Stärken, aber ich hatte diesen Willen und diesen inneren Drang, raus aus Stuttgart zu müssen um etwas Neues zu finden.
Was habe ich bisher Neues gefunden? Ich weiß, dass es hier eine S-Bahn gibt, die im Kreis fährt, genannt Ringbahn. Das wird dann auch schon die größte Neuentdeckung bis dato sein. Ich will nicht sagen, dass ich enttäuscht bin, oder so etwas - nein, eigentlich nicht, aber es ist alles nicht so, wie ich es mir erhofft hatte. Mein Leben hier verläuft monoton und meine Gefühlskurve schwenkt wenn überhuapt, nach unten aus. Ansonsten ist es alles eine Art Einklang. Die Zeit vergeht seltsam - undefinierbar. Träume von den Erschreckendsten Dingen wurden verzeichnet und das große Abenteuer will sich noch nicht richtig zeigen! Natürlich kann man nicht erwarten, dass man in eine fremde, große, gefährliche, sich stetig verändernde Stadt zieht und umgehend einen Freundeskreis, eine Wohnung, einen Job und eine Stammdisco hat, aber ab WANN kann man das erwarten? Bis jetzt habe ich "nur" einen Job, keinen Freundeskreis und keine Stammdisco. Eine Wohung auch nicht. Aber immerhin darf ich mich Verkäufer bei Peek & Cloppenburg nennen - ist das eine Erleichterung oder gar eine Genugtuung? Teils teils.
Jemand muss mir so schnell wie es geht, in den Arsch treten, damit ich aufhöre mich selbst runter zuziehen. Weil ich hier aber niemanden habe, muss ich das wohl auch selbst übernehmen, was die ganze Sache ein wenig erschwert. Ich merke schon, wie sich eine Art Heimweh in mir breit macht. Ich vermisse meine Freunde in Stuttgart, meine Familie und besonders meinen Fernseher, wirklich!
Aber trotz alle dem sollte ich jetzt Schluss machen mit dem Gejammer. Morgen sollte ich anfangen, mich mit den diversen Menschen, die auf mein WG-Inserat geantwortet haben, in Verbindung zusetzen. Nur so finde ich schnellstmöglich Leute, mit denen ich zusammen wohnen kann. Ich meine, wenn ich eine eigene Wohung/WG habe, fühle ich mich eher als Berliner, weil ich dann einen festen Ort habe, einen gefundenen Platz. Das müsste mich dann auch glücklicher machen. Bis jetzt bin ich nicht unglücklich, aber die Gesamtsituation ist nicht so, dass ich freudig jauchzend in die Luft springe. Ich versuche stattdessen meinen Unmut zu unterdrücken. Aber Gitti sagt, dass Nudeln glücklich machen! Also wollen wir mehr Nudeln essen, damit wir glücklicher werden. Hoffentlich geht diese Gleichung auf. Ansonsten hoffe ich, dass ich demnächst eine Wunderlampe finde und drei Wünsche frei habe...
Tja, der erste Monat war definitiv nicht einfach und betsimmt werden auch noch andere schwere Monate vor mir liegen. Ich hoffe freilich auf das Beste, rechne aber mit dem Schlimmsten. Versuche ein fröhliches Lied in meinem Kopf zu singen und mehr Leute anzulächeln. Wenn ich eines weiß, dann dass es nicht wirklich was bringt, unglücklich vor sich her zu leben. Ich bin mit dem Ziel nach Berlin gekommen, das Leben zu entdecken und ein Stück vom Glück zu suchen, so viel wie möglich mitzunehmen und den einen oder anderen Traum näher zukommen. Wenn wir alle Rohdiamanten sind, dann will ich in Berlin geschliffen werden, wenn wir alle Potential in uns haben (wovon ich doch stark ausgehe) dann soll diese Stadt der Ort sein, wo ich mein Potential erkenne und lerne, das Beste aus mir zu machen. Wenn unser Glaube wirklich Berge versetzen kann, dann will ich auch verdammt nochmal einen Berg versetzen! Sind wir bereit? Weiß nicht. Bin ich bereit?
Vermutlich schon...
Youth Group - Forever Young
Youth is like diamonds in the sun and diamonds are forever...
So many dreams swinging out of the blue - we let them come true!
Sonntag, November 22, 2009
Freitag, November 13, 2009
der Berliner
...heißt in Berlin Pfann(en)kuchen. Trotzdem gibt es dieses beliebte Gebäck vor allem in der fünften Jahreszeit. Wo wir schon beim Thema wären. Seit dem 11.11 bewegen wir uns in dieser "lustig heiteren" fünften Jahreszeit, was ich persönlich echt scheiße finde, da die vierte (Winter) nicht einmal richtig angefangen hat. Verzeihung, scheiße sagt man nicht - da geht ja die ganze Bildung in Arsch. Egal jetzt, ich habe weder Lust auf einen Berliner, noch auf einen Pfann(en)kuchen, noch auf Karneval. Verkleiden würde ich mich gerne, dann kann ich nämlich jemand anders sein. Am liebsten ein Zauberer, damit ich das nass-kalte Wetter weg zaubern kann und mir einen Studienplatz herzaubern kann und und und...
Ich könnte auch mehr Ethik in diese gottverlassene Welt zaubern. Ich musste doch erst kürzlich wieder feststellen, dass ich in einer Welt lebe, in der es egal ist, ob man eine Katze überfährt, wo die Autos danach auch noch über die, sich noch bewegende Katze (!) drüber fahren - nur um sicher zu gehen, dass dieses LEBEWESEN auch wirklich tot ist. Das widert mich gewaltig an. Gerade mich als Katzen-Hasser und hochgradiger Katzenhaaralergiker, muss gestehen, dass mir dieses Erlebnis mit der Katze, bzw. mit dem Kater Oskar (RIP) sehr nahe ging.
Würden die Leute auch bei einem halb-toten bis toten Menschen weiterfahren, ohne Moral, ohne Ethik und ohne Mitgefühl? Wahrscheinlich JA, gaffen ist OK, aber helfen ist viel zu anstrengend! Widerliches, gaffgeiles Pack!
Naja, abgesehen, dass Berliner ein Gebäck mit flüssigem Marmeladekern sind, werden auch die Einwohner Berlins als Berliner bezeichnet. Ich bin einer von ihnen - seit guten drei Wochen; ohne flüssigen Marmeladekern, wenn ich aber bald überfahren werde, wird mein roter, flüssiger Inhalt auch zum Vorschein kommen. Wie ich auf so etwas komme? Darum: Ein Berliner zu sein bedeutet, sich jeden Tag aufs Neue dem Berliner Verkehr zu stellen. Auge in Auge mit dem Tod - so zumindest würde ich das nennen. Ich würde tatsächlich nicht lügen, wenn ich die Behauptung aufstellen würde, dass ich bis dato schon mindestens gute acht Male beinahe überfahren würde, bei GRÜNEN Ampeln. Die Autofahrer machen was sie wollen, so schnell es geht, rote Ampeln gibt es hier nicht, allerhöchstens orange bis einem kräftigen dunkelorange.
Um Himmels Willen, ich hoffe, dass ich den Verkehr in Berlin überlebe!
Immerhin bin ich seit heute offizieller Peek & Cloppenburg Verkäufer. Teil 1 des Seminars "Welcome Day" habe ich schon hinter mir, war ganz OK. Aprospos "OK" - wieso ist O.K. umgedreht K.O. ? Hat das eine tiefere Bedeutung, heißt es, dass ich eigentlich gar nicht OK bin sondern eher KO, tief in den Tiefen meines Daseins ;) Wohl eher nicht, ich versuche nur etwas tiefgründiges zu schreiben, ich will nicht ins Bett! Morgen muss ich aber um 8:30 Uhr aufstehen. Seminar, Teil 2 (Beginn: 10:00 Uhr)
Heute war Freitag der 13. und ich lebe noch - HALLELUJAH!
Freunde habe ich zwar immernoch keine, aber was solls...?! Brauche ich auch nicht :)
Pink - So What
Wenigstens bin ich ein Rockstar - fast! :P
Jonathan
Ich könnte auch mehr Ethik in diese gottverlassene Welt zaubern. Ich musste doch erst kürzlich wieder feststellen, dass ich in einer Welt lebe, in der es egal ist, ob man eine Katze überfährt, wo die Autos danach auch noch über die, sich noch bewegende Katze (!) drüber fahren - nur um sicher zu gehen, dass dieses LEBEWESEN auch wirklich tot ist. Das widert mich gewaltig an. Gerade mich als Katzen-Hasser und hochgradiger Katzenhaaralergiker, muss gestehen, dass mir dieses Erlebnis mit der Katze, bzw. mit dem Kater Oskar (RIP) sehr nahe ging.
Würden die Leute auch bei einem halb-toten bis toten Menschen weiterfahren, ohne Moral, ohne Ethik und ohne Mitgefühl? Wahrscheinlich JA, gaffen ist OK, aber helfen ist viel zu anstrengend! Widerliches, gaffgeiles Pack!
Naja, abgesehen, dass Berliner ein Gebäck mit flüssigem Marmeladekern sind, werden auch die Einwohner Berlins als Berliner bezeichnet. Ich bin einer von ihnen - seit guten drei Wochen; ohne flüssigen Marmeladekern, wenn ich aber bald überfahren werde, wird mein roter, flüssiger Inhalt auch zum Vorschein kommen. Wie ich auf so etwas komme? Darum: Ein Berliner zu sein bedeutet, sich jeden Tag aufs Neue dem Berliner Verkehr zu stellen. Auge in Auge mit dem Tod - so zumindest würde ich das nennen. Ich würde tatsächlich nicht lügen, wenn ich die Behauptung aufstellen würde, dass ich bis dato schon mindestens gute acht Male beinahe überfahren würde, bei GRÜNEN Ampeln. Die Autofahrer machen was sie wollen, so schnell es geht, rote Ampeln gibt es hier nicht, allerhöchstens orange bis einem kräftigen dunkelorange.
Um Himmels Willen, ich hoffe, dass ich den Verkehr in Berlin überlebe!
Immerhin bin ich seit heute offizieller Peek & Cloppenburg Verkäufer. Teil 1 des Seminars "Welcome Day" habe ich schon hinter mir, war ganz OK. Aprospos "OK" - wieso ist O.K. umgedreht K.O. ? Hat das eine tiefere Bedeutung, heißt es, dass ich eigentlich gar nicht OK bin sondern eher KO, tief in den Tiefen meines Daseins ;) Wohl eher nicht, ich versuche nur etwas tiefgründiges zu schreiben, ich will nicht ins Bett! Morgen muss ich aber um 8:30 Uhr aufstehen. Seminar, Teil 2 (Beginn: 10:00 Uhr)
Heute war Freitag der 13. und ich lebe noch - HALLELUJAH!
Freunde habe ich zwar immernoch keine, aber was solls...?! Brauche ich auch nicht :)
Pink - So What
Wenigstens bin ich ein Rockstar - fast! :P
Jonathan
Sonntag, November 08, 2009
der ohne Antworten
Es ist Sonntag und nachdem ich mehrere Tage über Dies und Das nachgedacht habe, bin ich (leider) zu keinem Ergebnis gekommen. Ich habe weder Antworten auf die Fragen, die ich mir vor geraumer Zeit gestellt habe, noch habe ich großartig etwas zu erzählen. Ich würde sogar soweit gehen, dass ich mein Leben momentan als langweilig einstufe. Ist aber auch verständlich, oder? Wenn man in einer (noch) fremden Stadt lebt, regelmäßig in Internetkaffees rumhängt, keine Freunde oder sonstiges hat, hat man nicht wirklich viel zu tun.
Ich habe auch nichts zu sagen - nicht, dass ich nicht denken würde, nein, das tue ich sogar sehr viel - aber ich bin zu faul meine Gedanken zu sortieren...
Was ich sagen kann ist, dass ich froh bin, nicht zu wissen, was morgen passiert. Denn dadurch kann man immer Träumen und Wünschen festhalten und auf Besserung der Gesamtsituation hoffen; man kann und darf und sollte sogar hoffen. Von daher unterschreibe ich den Satz "Die Hoffnung stirbt zuletzt." - denn wenn das nicht so wäre, dann könnten wir uns alle vergraben gehen und auffhören zu sein. Ob wir wollen oder nicht, aber Hoffnung ist ein sehr wichtiger Teil in unserem Leben. Sie lässt uns oftmals in schweren Zeiten weitermachen, kann uns neue Kraft geben und zauberst sogar manchen ein Lächeln ins Gesicht. Selbst mir. Ich denk' mir, dass alles besser werden muss - früher oder später.
Ich habe die Hoffnung, dass ich bald ein Erfolgserlebnis haben werde. Meine Hoffnung und mein Glaube an sie wird hoffentlich bald Berge versetzen können! Ich hoffe auf bessere Zeiten.
- Vielleicht sollte ich mal raus gehen und es einfach rausschreien. "ICH HOFFE, DASS ALLES BESSER WIRD!" Ich bin mir sicher, wir alle hoffen, dass es besser wird. Genau deshalb sollten wir die Hoffnung nicht aufgeben.
Jetzt bin ich definitiv optimistischer und werde wohl doch damit anfangen, manche Gedanken zu sortieren. Damit ich nicht mehr lange so antwortlos bin. Wobei ich stark vermute, dass nicht jede Frage eine Antowrt hat..
Aber erst mal "Tatort" schauen...
India.Arie - There's Hope
Glück auf!
J.
Ich habe auch nichts zu sagen - nicht, dass ich nicht denken würde, nein, das tue ich sogar sehr viel - aber ich bin zu faul meine Gedanken zu sortieren...
Was ich sagen kann ist, dass ich froh bin, nicht zu wissen, was morgen passiert. Denn dadurch kann man immer Träumen und Wünschen festhalten und auf Besserung der Gesamtsituation hoffen; man kann und darf und sollte sogar hoffen. Von daher unterschreibe ich den Satz "Die Hoffnung stirbt zuletzt." - denn wenn das nicht so wäre, dann könnten wir uns alle vergraben gehen und auffhören zu sein. Ob wir wollen oder nicht, aber Hoffnung ist ein sehr wichtiger Teil in unserem Leben. Sie lässt uns oftmals in schweren Zeiten weitermachen, kann uns neue Kraft geben und zauberst sogar manchen ein Lächeln ins Gesicht. Selbst mir. Ich denk' mir, dass alles besser werden muss - früher oder später.
Ich habe die Hoffnung, dass ich bald ein Erfolgserlebnis haben werde. Meine Hoffnung und mein Glaube an sie wird hoffentlich bald Berge versetzen können! Ich hoffe auf bessere Zeiten.
- Vielleicht sollte ich mal raus gehen und es einfach rausschreien. "ICH HOFFE, DASS ALLES BESSER WIRD!" Ich bin mir sicher, wir alle hoffen, dass es besser wird. Genau deshalb sollten wir die Hoffnung nicht aufgeben.
Jetzt bin ich definitiv optimistischer und werde wohl doch damit anfangen, manche Gedanken zu sortieren. Damit ich nicht mehr lange so antwortlos bin. Wobei ich stark vermute, dass nicht jede Frage eine Antowrt hat..
Aber erst mal "Tatort" schauen...
India.Arie - There's Hope
Glück auf!
J.
Mittwoch, November 04, 2009
der Gelegenheitsphilosoph (1)
Zeit, die.
Man kann sich die Zeit einteilen, in Sekunden, Minuten, Stunden, Tage und Jahre. Man kann die eingeteilte Zeit zu seiner Zeit machen. Was man leider nicht kann, ist die Zeit zurückdrehen oder sie beeinflussen, dass sie schneller/langsamer vorbei geht. Hier in Berlin geht die Zeit - beziehungsweise meine Zeit sehr seltsam vorbei. Manch ein Tag scheint schneller vorbei zu sein, als der Andere. Nach 15 Tagen in Berlin (was nicht viel ist) mache ich mir Gedanken über Zeit und ihre "Maßeinheit". Diese 15 Tage kommen mir schon viel länger vor, die Ungeduld in mir steigt und der Unmut scheint sich schleichend einzusetzen.
Man stellt sich Fragen; wie lange "es" wohl noch dauern mag bis... Dabei kann man sich diese Fragen eigentlich nicht beantworten, denn woher soll man wissen wie lange (oder kurz) die Zeit (an)dauert, die man hat/nicht hat. Ich merke also, wie kompliziert Zeit wirklich ist. Dabei bin ich mir nicht ein Mal sicher, ob Zeit wirklich ist, oder nicht. Ist Zeit gleich Wirklichkeit oder ist sie doch etwas komplett Unwirkliches, dass die Menschheit durch die Einführung von Kalendern und den Maßen zur Messung von Zeit eingeführt hat, um sich das Leben (besser) einteilen zu können? Und selbst wenn ich wüsste, wie lange ich noch habe und wie lange oder kurz manche Dinge brauchen, wäre ich dann glücklicher? Würde ich dann unter weniger Druck stehen? Würden dann vielleicht sogar alle Menschen unter weniger Druck stehen? Ich meine, wir würden unter mehr Druck stehen. Sind wir ehrlich zu uns selbst, wissen wir, dass wir gar nicht wissen wollen, wie lange uns noch bleibt. Wir würden vermutlich auch wissen wollen, wie viel Zeit wir noch haben, bis wir Liebe, Erfolg und Glück finden. Wenn wir das wüssten, was würden wir aber dann mit der Zeit bis zum Eintritt dieser Ereignisse anstellen? [...]
Es ist ein kompliziertes Thema. Ich suche, aber finde nicht. Wir alle suchen - und weil jeder sucht, verstehe ich nicht, wieso man sich so schwer damit tut, es zu finden. Haben wir zu wenig Zeit oder "opfern" wir den Dingen, die wir doch so sehnlich finden wollen, zu wenig Zeit, in dieser hektischen Welt?
Geht die Zeit heute schneller rum, als vor Jahren? Hat der Tag wirklich nur 24 Stunden? Sind diese 7 Tage in der Woche wirklich immer gleich lang? Laut Theorie: JA!
Wieso gehen dann schöne Tage schneller vorbei und wieso erleben wir Tiefs und schlechte Tage intensiver, denn "die Zeit" scheint doch an solchen Tagen langsamer zu vergehen, sie scheint intensiver spürbar.
Lebe ich jeden Tag so, als ob er mein letzer wäre? Nutze ich jede Minute, als ob sie meine Letzte wäre? Kann ich das überhaupt? Kannst du das überhaupt?
Was mache ich, wenn ich nicht bis 60 zählen kann, oder zu schnell bzw. zu langsam zähle? Was, wenn meine Uhr stehen geblieben ist? Habe ich dann keinerlei Chance mehr, jede Minute meines Lebens so zu leben, als wäre sie die Letzte?
Also lasst uns warten - Tag für Tag, Stunde für Stunde. Lasst uns auf die Uhren schauen und hoffen, dass die Zeit zu unseren Gunsten vergeht. ODER: Lasst uns aufwachen, Zeit gewinnen und sie zu unserer Zeit machen, um sie bestmöglich nutzen...
Lifehouse - Broken
In diesem Sinne... Ich muss los, die Zeit drängt!
Jonathan
Man kann sich die Zeit einteilen, in Sekunden, Minuten, Stunden, Tage und Jahre. Man kann die eingeteilte Zeit zu seiner Zeit machen. Was man leider nicht kann, ist die Zeit zurückdrehen oder sie beeinflussen, dass sie schneller/langsamer vorbei geht. Hier in Berlin geht die Zeit - beziehungsweise meine Zeit sehr seltsam vorbei. Manch ein Tag scheint schneller vorbei zu sein, als der Andere. Nach 15 Tagen in Berlin (was nicht viel ist) mache ich mir Gedanken über Zeit und ihre "Maßeinheit". Diese 15 Tage kommen mir schon viel länger vor, die Ungeduld in mir steigt und der Unmut scheint sich schleichend einzusetzen.
Man stellt sich Fragen; wie lange "es" wohl noch dauern mag bis... Dabei kann man sich diese Fragen eigentlich nicht beantworten, denn woher soll man wissen wie lange (oder kurz) die Zeit (an)dauert, die man hat/nicht hat. Ich merke also, wie kompliziert Zeit wirklich ist. Dabei bin ich mir nicht ein Mal sicher, ob Zeit wirklich ist, oder nicht. Ist Zeit gleich Wirklichkeit oder ist sie doch etwas komplett Unwirkliches, dass die Menschheit durch die Einführung von Kalendern und den Maßen zur Messung von Zeit eingeführt hat, um sich das Leben (besser) einteilen zu können? Und selbst wenn ich wüsste, wie lange ich noch habe und wie lange oder kurz manche Dinge brauchen, wäre ich dann glücklicher? Würde ich dann unter weniger Druck stehen? Würden dann vielleicht sogar alle Menschen unter weniger Druck stehen? Ich meine, wir würden unter mehr Druck stehen. Sind wir ehrlich zu uns selbst, wissen wir, dass wir gar nicht wissen wollen, wie lange uns noch bleibt. Wir würden vermutlich auch wissen wollen, wie viel Zeit wir noch haben, bis wir Liebe, Erfolg und Glück finden. Wenn wir das wüssten, was würden wir aber dann mit der Zeit bis zum Eintritt dieser Ereignisse anstellen? [...]
Es ist ein kompliziertes Thema. Ich suche, aber finde nicht. Wir alle suchen - und weil jeder sucht, verstehe ich nicht, wieso man sich so schwer damit tut, es zu finden. Haben wir zu wenig Zeit oder "opfern" wir den Dingen, die wir doch so sehnlich finden wollen, zu wenig Zeit, in dieser hektischen Welt?
Geht die Zeit heute schneller rum, als vor Jahren? Hat der Tag wirklich nur 24 Stunden? Sind diese 7 Tage in der Woche wirklich immer gleich lang? Laut Theorie: JA!
Wieso gehen dann schöne Tage schneller vorbei und wieso erleben wir Tiefs und schlechte Tage intensiver, denn "die Zeit" scheint doch an solchen Tagen langsamer zu vergehen, sie scheint intensiver spürbar.
Lebe ich jeden Tag so, als ob er mein letzer wäre? Nutze ich jede Minute, als ob sie meine Letzte wäre? Kann ich das überhaupt? Kannst du das überhaupt?
Was mache ich, wenn ich nicht bis 60 zählen kann, oder zu schnell bzw. zu langsam zähle? Was, wenn meine Uhr stehen geblieben ist? Habe ich dann keinerlei Chance mehr, jede Minute meines Lebens so zu leben, als wäre sie die Letzte?
Also lasst uns warten - Tag für Tag, Stunde für Stunde. Lasst uns auf die Uhren schauen und hoffen, dass die Zeit zu unseren Gunsten vergeht. ODER: Lasst uns aufwachen, Zeit gewinnen und sie zu unserer Zeit machen, um sie bestmöglich nutzen...
Lifehouse - Broken
In diesem Sinne... Ich muss los, die Zeit drängt!
Jonathan
Montag, November 02, 2009
der Wochenendler
Das Wochenende ist vorbei, und ich sitz wieder ein Mal mehr in diesem Internetkaffee. Das Wetter ist wieder bescheiden und meine gute Laune hält sich in Grenzen. Mein Handyakku ist fast leer.
Die Bilanz des Wochenendes ist allerdings ganz positiv. Natürlich ist es supergruselig wenn einem kleine Kinder mit einer Scream-Maske begegnen während es dunkel wird. Ich bin mir sicher, einer von ihnen ist der Killer...;) Halloween war sehr gut, die Kulturbrauerei im oder am Prenzlauer Berg rockt - definitiv! Es war die Hölle los und ich war ziemlich blutdurstig - als Freddy Krueger der Neu-Zeit :) Meine Kieler Sekretärin und ihrer unschönen, sehr tiefen und stark blutenden Wunde am Kopf und ich hatten jede Menge Spaß. Kmischerweise war das Wetter von Freitag bis Sonntag sehr gut hier in Berlin, also von Ankunft bis Abreise von Katarzyna. Jetzt ist das Wetter wieder schlecht und ich bin wieder (mehr oder weniger) alleine und muss (definitv und so schnell wie möglich) neue Leute kennenlernen... Der Status "freundelos in Berlin" ist also (zu meinem Bedauern) noch aktuell.
[Diese Tastatur in diesem Internetkaffee ist wirklich nicht kompfortabel]
Wenn ich nicht nur das letze Wochenende, sondern auch die letze Woche im Allgemeinen beschreiben muss, würde ich sagen, dass ich mich gar nciht mal so schlecht hier in der Großstadt halte. Ich kenn 3 Lienien (S-Bahn, Straßenbahn) die mich eigentlich überall hinbringen, wo ich mich gerne aufhalten würde und ich kann wenigstens anziehen was ich will. In 2 Wochen fange ich meinen Job an und ich bin fleißig am Wohungen suchen. Gestern hab ich mir eine sehr nette Wohung in WIlmersdorf angeschaut. War ganz OK.
Es fehlt aber was - nämlich Kontakt mit anderen Jugendlichen. Ist man kein Student, hat man auch keine Anlaufstelle zum Freunde/Bekannte kennenlernen. Ich will den Kopd selbstverständlich nicht in den Sand stecken, aber trotzdem habe ich sehr an dieser Gegebenheit zu knabbern...
Nichts desto trotz (oder so ähnlich) fühle ich mich in Berlin recht wohl. Man muss einfach versuchen noch mehr aus sich heraus zu kommen, um Menschen kennenzulernen. Alleinesein fällt auf Dauer doch schwer und erst wennn man seine gewohnte Umgebung, wie auch Familie, Freunde und Bekanntenkreis zurück lässt, um sich alleine auf die Suche nach etwas Größerem zu machen oder einfach um zu lernen zu leben, wird einem Bewusst, was für tolle Menschen man in diesem Prozess zurück gelassen hat. Das kann weh tun...
SIA - Breathe Me
Bis die Tage, Stunden...
J.
Die Bilanz des Wochenendes ist allerdings ganz positiv. Natürlich ist es supergruselig wenn einem kleine Kinder mit einer Scream-Maske begegnen während es dunkel wird. Ich bin mir sicher, einer von ihnen ist der Killer...;) Halloween war sehr gut, die Kulturbrauerei im oder am Prenzlauer Berg rockt - definitiv! Es war die Hölle los und ich war ziemlich blutdurstig - als Freddy Krueger der Neu-Zeit :) Meine Kieler Sekretärin und ihrer unschönen, sehr tiefen und stark blutenden Wunde am Kopf und ich hatten jede Menge Spaß. Kmischerweise war das Wetter von Freitag bis Sonntag sehr gut hier in Berlin, also von Ankunft bis Abreise von Katarzyna. Jetzt ist das Wetter wieder schlecht und ich bin wieder (mehr oder weniger) alleine und muss (definitv und so schnell wie möglich) neue Leute kennenlernen... Der Status "freundelos in Berlin" ist also (zu meinem Bedauern) noch aktuell.
[Diese Tastatur in diesem Internetkaffee ist wirklich nicht kompfortabel]
Wenn ich nicht nur das letze Wochenende, sondern auch die letze Woche im Allgemeinen beschreiben muss, würde ich sagen, dass ich mich gar nciht mal so schlecht hier in der Großstadt halte. Ich kenn 3 Lienien (S-Bahn, Straßenbahn) die mich eigentlich überall hinbringen, wo ich mich gerne aufhalten würde und ich kann wenigstens anziehen was ich will. In 2 Wochen fange ich meinen Job an und ich bin fleißig am Wohungen suchen. Gestern hab ich mir eine sehr nette Wohung in WIlmersdorf angeschaut. War ganz OK.
Es fehlt aber was - nämlich Kontakt mit anderen Jugendlichen. Ist man kein Student, hat man auch keine Anlaufstelle zum Freunde/Bekannte kennenlernen. Ich will den Kopd selbstverständlich nicht in den Sand stecken, aber trotzdem habe ich sehr an dieser Gegebenheit zu knabbern...
Nichts desto trotz (oder so ähnlich) fühle ich mich in Berlin recht wohl. Man muss einfach versuchen noch mehr aus sich heraus zu kommen, um Menschen kennenzulernen. Alleinesein fällt auf Dauer doch schwer und erst wennn man seine gewohnte Umgebung, wie auch Familie, Freunde und Bekanntenkreis zurück lässt, um sich alleine auf die Suche nach etwas Größerem zu machen oder einfach um zu lernen zu leben, wird einem Bewusst, was für tolle Menschen man in diesem Prozess zurück gelassen hat. Das kann weh tun...
SIA - Breathe Me
Bis die Tage, Stunden...
J.
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