Montag, Januar 18, 2010

der Kaputt-Input

Gestern Abend um circa 19:38h ist meine Digitalkamera kaputt gegangen. Die Geschichte beginnt aber am 27.04.2007 - an meinem 16. Geburtstag. An diesem Tag habe ich eine Digitalkamera bekommen. Meine erste Digitalkamera. Auf den Tag genau ein Jahr später, am 27.04.2008 wurde mir diese Kamera gestohlen. Bis heute weiß ich weder WER mir die Kamera gestohlen hat noch WIE er das angestellt hat. Okay, wie könnte ich mir theoretisch gesehen noch vorstellen. Wenn man sich so oder so nicht an Geschehenes erinnern kann, sollte ich mir den Vorgang des Diebstahls denken können. Wie auch immer, ich habe circa ein halbes Jahr nach der Trennung von meiner ersten Digitalkamera und mir eine neue bekommen. Das Nachfolgemodell. Wunderbar, meine Digitalkamera-Welt schien wieder in bester Ordnung zu sein. Aber genau 2 Monate später (das muss nach Weihnachten 2008 gewesen sein) ist meine zweite Kamera laputt gegangen. Ich muss sie versehentlich gegen einen Schrank geschlagen haben. Auf jeden fall ging sie nicht mehr an. Ich war also wieder kameralos. Mein Leben verlief ohne "Cam" geregelt weiter. Bis Weihnachten 2009. Ich bekam meine dritte Digitalkamera geschenkt. Ich war eiegentlich nicht begeistert, weil ich meine alte schon die ganze Zeit einschicken wollte, damit man sie mir reparieren mag. Wenn man aber eine neue bekommt, wieso sie nicht annehmen? Also war ich zufrieden. Hätte ich doch nur gewusst, dass das Schicksal mir das Haben einer Digitalkamera nicht gönnt. Gestern ist im Ernst der Lage (wo wir übrigens wieder am Anfang wären, der ja eigentlich das Ende ist) diese verdammte Kamera EINFACH SO(!) kaputt gegangen. Ich meine, WTF? Ich hab sie angemacht, wollte ein Foto machen, es klappte, ich wollte es anschauen und auf einmal geht das Display aus und jetzt geht sie nicht mehr. KA-PU-TT.

Nicht nur das ist nicht mehr heile, heile. Meine Füße sind am Arsch, sie sind kaputt. Abgesehen davon, dass ich wohl die hässlichsten Füße der Welt habe, tun sie höllisch weh. 3 Paar Socken, eins davon richtig dick aus Winterwolle, in Schuhe reingepresst, und dann von 8:00h bis 14:00h bei P&C arbeiten. Das macht meinen Füßen keinen Spass. Mir aber. Ich bin echt froh, wieder mal arbeiten gewesen zu sein. Auf das ich einen regelmäßigen Arbeitsalltag erhalten werde... Liebes Schicksal, keine Kamera aber dafür bitte Arbeit :)
Da fällt mir ein, meine Mutter wird meine aktuelle kaputte Kamera wieder umtauschen und meine alte kaputte Kamera einschicken. Laut Adam Riese darf eine kaputte Kamera nicht nochmal kaputt gehen (das meine ich mal einfach so), ich trickse das Schicksal aus und hab am Ende eine funktionierende Kamera. Meine Gleichung muss nur aufgehen.

Eiegentlich sollte ich heute noch eine Wohnung mit meinen lieben WEH-GEH-LEUTEN besichtigt haben, aber der Hausmeister hat abgesagt, wir sollen doch bitte morgen vorbeischauen. Gestern, als wir zu dritt (plus jemand, der nicht zur 'WG' gehört) da waren, wollte er den Mietvertrag gar nicht schnell genug unterschrieben haben. Die Wohnung ist wirklich sehr geil. 4 Zimmer, 2 Bäder, Maisonette, 2 Eingänge, 1 größe Küche in Friedrichshain. 5 Minuten von der Oberbaumbrücke und der Warschauerstraße entfernt. Ich könnt ja schon beinahe heulen vor Freude. Wenn nur nicht eines der Zimmer so klein wäre. So klein, dass keiner drin wohnen wollen würde. Scheisse :( Daher bin ich mir sicher, dass wir wieder weiter suchen müssen. Ich hoffe nur, dass das was wird. Ich zweifle momentan aber ziemlich stark daran. Morgen um 9:00h wieder eine Besichtigung, aber ich sehe schwarz. So schwarz wie der ekelhafte, schwarze Straßenrandschnee. Vielleicht soll das alles in Berlin nicht so klappen, wie ich es gerne hätte. Wann klappt denn auch mal was zu meinen Gunsten? Vielleicht demnächst. Es mag zwar vieles kaputt sein, manches mehr und das andere Manches weniger, aber tief in meinem Inneren appeliere ich doch noch auf die eine, kleine, feine Option, dass man kaputte Sachen eventuell wieder reparieren kann. Es muss nur der Input stimmen. Und diesen Input kann man durchaus stummig machen. Heute ist nicht aller Tage, da hat der rosarote Panther nicht ganz Unrecht!! Die Welt kann morgen schon ganz anders aussehen - also das wird sie mit Sicherheit. Ganz vielleicht sogar ein bisschen besser...




 Weil ich Berlin nur liebe, wenn Berlin mir hilft.
...und weil ich trotzdem weiß, dass es auf den richtigen Input ankommt ;)

Mittwoch, Januar 13, 2010

der Abfang

Was ist schon Melancholie? Ich komme da wieder raus. Mir ist's egal. Es soll stürmen, schneien, gefrieren, regnen - Daisy hau rein und gib Gas. Das Wetter kann so bleiben wie es ist. Trist und traurig. Es muss ja passen. Das Ganze, die Gesamtsituation passt zum Wetter. Berlin ist grau in grau, Berlin scheint momentan trist und traurig zu sein. Mir ist es so langsam aber sicher egal. Ich kann durchschlafen und alles stehen und liegen lassen. Das muss wohl die effektivste Therapie sein. Einfach alles an einem vorbeiziehen lassen und die Gedanken auf Durchzug stellen.
Durch Neukölln laufen bei dieser Kälte, durch Schneeberge am Straßenrand stolpern und stecken bleiben, wenn man aus dem Bus steigt - meinetwegen. Die permanent laufende Nase und das zur Routine gewordene Nase Hochziehen, was solls? Sollen die Tage doch so bleiben, wie sie sind. Ich werde das nicht ändern können. Wahrscheinlich will ich es schon gar nicht mehr ändern. So gesehen; es ist ja 'schon' Mitte Januar. Demnächst könnte ein Ende in Sicht sein, ein vorrübergehendes Ende. Bis dahin wird es nicht mal mehr richtig hell. Der Schnee ist auch nicht mehr weiß in Berlin; sämtliche Braun- bis Grautöne und Nuancen sind vertreten, sogar schwarzer Schnee liegt am Wegesrand. Sehr schön. Jetzt ist das auch egal. Noch einen Monat mehr oder zwei? Kommt im Ganzen betrachtet aufs Gleiche raus. Die Tage werden vermutlich (auch) so bleiben. Naja, Dunkel kann von Vorteil sein. Die Sonne wird sich schon bald wieder zeigen, sie muss ja da sein - immer. Auch wenn wir sie nicht sehen, sie ist trotzdem da, ich bin mir sicher. Wir wissen es!

Hoffnungen können kommen, sie können gehen. Die Sonne ist nicht da - egal! Setzen wir unsere Sonnenbrillen auf, damit wir noch weniger sehen. Der "weiße" Schnee blendet ja - hab ich mal gehört... Also sollen wir nicht sehen. Am besten blind und still. Ich hab auch mal gehört, dass Schnee die Welt in Stille hüllen soll. Bitte gerne, alles still. Nur zu. Vielleicht gehen diese Tage so schneller vorbei. Geht vorbei an mir...
Da entlang.


Das ist kein Abschied, das ist kein Anfang.
Es muss ein Abfang sein.



EDIT:  Frühling in Berlin, wir können es kaum erwarten.

Sonntag, Januar 10, 2010

der (Aus)Rutscher

Ich schaue in den Spiegel und sehe jemanden, der unsicher ins Leere starrt. So oder so ähnlich könnte ich den morgendlichen Anblick in das Spieglein an der Wand beschreiben. In Wirklichkeit, also in der echten Wirklichkeit sehe ich noch weitaus mehr. Zum Beispiel jemanden, der mit Lederjacke und Hosenträgern um 6 Uhr schlafen geht, jemand, der Angst hat nach Berlin zurück zu fahren oder jemand, der in einer stillen Minute merkt, wie gut es ihm eigentlich geht und wie besser es ihm gehen könnte. Wer hat mir doch gleich gesagt, dass das Leben einfach wäre? Ich weiß es nicht mehr, aber es scheint nicht zu stimmen.
Noch bin ich nicht ausgerutscht, an Silvester war ich allerdings kurz davor. Die Stunden von 21:00h (31.12.2009) bis 6:00h (01.01.2010) werden mir immer im Gedächtnis bleiben - also die Teile, von denen ich noch etwas weiß. Da habe ich doch erst zu Weihnachten ein Buch geschenkt bekommen, mit dem verheißungsvollen Titel "Krasse Absütrze" und Tage später fand ich mich selbst in einem krassen Absturz wieder. Nicht, dass das mein erster gewesen wäre, aber im Nachhinein ist man selbstverstädnlich nicht besonders stolz auf das Passierte, das man aber vergessen hat. Das Geschehene und Durchlebte wurde im Nachhinein zum Vergessenen und zum Ungewissen. Eiegntlich relativ witzig, aber naja, dann auch wieder nicht. Alles in allem hatte ich trotzdem einen guten Rutsch und Jenni und ich reden nur allzu gerne darüber :) Da möchte ich die Chance nutzen, mich noch schnell bei der Polizei zu bedanken, dass sie uns alle friedlich haben feiern lassen! Das neue Jahr (bzw. Neujahr) hat uns alle zusammengeschweißt! Amen.

Nicht gerutscht aber gefallen - und zwar auf den Mund bin ich wohl ab und an, leider nicht im positivsten Sinne! Nämlich immer dann, wenn ich zuerst rede und dann denke. Wir alle wissen, dass der Ablauf genau anders herum sein sollte. Daher nehme ich mir immer und immer wieder auf's Neue vor, nicht zu überstürzt zu handeln, mehr nachzudenken, weniger darauf los zu labern. Denn obwohl Taten lauter als Worte sprechen, sind Worte allermeist schwerwiegender. Also wieder dazu gelernt und ein Punkt mehr, an dem ich arbeiten muss. Würden wir alle einfach mal da die Fresse (pardon me) halten, wenn es besser wäre, würde das Zusammenleben auch deutlich einfacher funktionieren. Was mich auf eine These bringt, die ich schon letzens mit mehreren Menschen "diskutiert" habe: "Wenn alle Menschen einen Therapeuten und genug Sex haben, wäre die Welt ein besserer Ort." Ist doch ganz einfach, wa? Jemanden zum Reden zu haben und immer dann befriedigt sein, wenn man Befriedigung braucht - besser geht's doch nicht!?
Vielleicht sollte ich diese These irgendwann einmal mit einem Professor an der Uni besprechen. Habe mich im zweiten Anlauf für einen Studienplatz beworben. Kernfach evangelische Theologie und Nebenfach Philosophie/Ethik. Ich bin mal gespannt, ob das was wird. Wenn, dann wird auf Lehramt studiert. Theoretisch gesehen, sollten die Chancen gut stehen, da es keinen NC auf diese Fächer gibt (clever gewählt, was für ein Käpsele ich doch sein kann) aber man kann sich ja leider NIE einer Sache ganz sicher sein. Egal, ich hoffe auf das Beste! Wie immer eigentlich...

Ansonsten will ich ganz ehrlich sein, ich wollte so viel schreiben aber irgendwie war ich dann immer zu faul (ganz schlimm!) und jetzt fällt mir die Hälfte nicht ein. Ich möchte auf jeden Fall immer öfters war in diesem Blog schreiben. Eigentlich habe ich andauernd Ideen: was ich hier rein schreiben könnte, Zeilen für meine Lieder, wie ich dieses Teil mit der hose kombinieren kann und so weiter. Im Prinzip fällt mir Kunst ein aber dann, wenn es darauf ankommt, es zu Papier zu bringen oder umzusetzen, bin ich zu faul und zu bequem.
Wie auch immer. Nicht mehr nur reden, sondern mal machen. Das ist die Devise und ist auch ganz groß im Kommen in diesem Jahr. Das nehme ich mir stark zu Herzen!

Der Schnee soll nicht mehr weiter schein, er soll schmilzen und platz für den Frühling machen.
PRO Erderwärmung! Wirklich. Lasset die Sonne in diese Welt. Ich bin ein Sommerkind.
Kann es jetzt schon kaum mehr erwarten: Berlin im Frühling und im Sommer!
Bis dahin werd ich wohl noch ein paar Mal wegen Glatteis ausrutschen, was solls... Solange wir immer wieder aufstehen..