Freitag, Dezember 11, 2009

der (un)Glücksbringer

Weil ich früher Glücksbringer hatte und sie nichts gebracht haben, ich aber versuche mehr ein Optimist zu werden, denke ich darüber nach, mir einen Glücksbringer anzuschaffen. In der Grundschule war es eine rote Unterhose, die mir bei den Arbeiten Glück bringen sollte - hat irgendwie geklappt?! In den ersten Jahren im Gymnasium war es eine kleine Figur, weiss schon gar nicht mehr von was. Geklappt hat das nur begrenzt. Eine Zeit lang hatte ich immer so einen seltsamen Hut auf, der wurde schon fast zu einer Art Markenzeichen, Glück hatte ich aber keins. Vor nem Jahr hatte ich jeden Tag eine Lederkette mit einem Anhänger an und habe mir eingeredet, dass die mir Glück bringt. Hatte sie auch bei jeder Abi-Prüfung an. Naja, Glück war da wohl eher relativ...vermutlich. Aber wie auch immer, ich bräuchte dringendst ein Quäntchen Glück. Also denke ich darüber nach, was mir zu diesem Glück verhelfen kann!
Ich habe höchstwahrscheinlich eine WG, so wies ausschaut sind wir ne coole Truppe und vor allem - und am wichtigsten - bunt gemischt. Das ist sehr gut, denn wenn ich erst eine eigene Wohung habe bin ich mehr als endlich in Berlin angekommen. Ich brauche aber noch so viel und ich vermisse Dinge, die ich nie hatte. Und immer wenn ich meine, jetzt bekomm ich "es" auf die Reihe, jetzt pack ichs an, dann geht irgendwas schief und ich komm wieder nicht aus der Starterposition raus. Es kann doch nicht sein, also damit meine ich, es kann doch wohl wirklich nicht wahr sein, dass ich 7 Wochen lang in der Starterposition stecken bleibe und nicht endlich mal losrenne. Vor einem Jahr habe ich mir gesagt, dass 2009 MEIN Jahr werden soll. Das war es nícht. So viele Hoffnungen haften an diesem Jahr, dass sich dem Ende neigt. Zurückblickend mag es sein, dass ich mehr geschafft habe als es mir vorkommt. Ich hab mein Abitur bestanden und bin nach Berlin gezogen. 12 Jahre hat man mir gepredigt, dass das Abitur einem alle Türen öffnet. Ich stehe vor lauter vershclossenen Türen. Nur mal so am Rande bemerkt und auch nur so viel dazu! Jetzt sitze ich wieder da, wie letzes Jahr und versuche mir Mut zu machen und mir zu sagen, dass das kommende Jahr MEIN JAHR wird!
Das Gerüst zum Glück steht in meinem Kopf fest und der Plan ist relativ simpel. Ich will Glück und ich will, dass 2010 ein gutes Jahr wird. Raus aus der Starterposition und losrennen, das wird doch nicht so schwer sein. Ich hab nämlich keine Lust mehr, festzustecken. Menschen verschaffen sich einen Tapetenwechsel, um neue Erfahrungen zu sammeln und die Tapete ihres Lebens zu wechseln. Ich brauche keine Tapete, ich nehm die Wand kahl, kalt und roh wie sie sein mag. Jetzt ist es allerdings an der Zeit diese verdammte Tapete abzureissen und sich der Wand dahinter zu stellen. Am besten durch sie durchrennen...
Brauche ich also dazu einen Glücksbringer? Brauchen wir Menschen einen Glücksbringer, etwas auf was wir uns "verlassen" können, das uns täuscht und in das wir unsere naiven Hoffnungen setzen können? Bringt ein Glücksbringer das erhoffte Glück? Oder ist er nur Mittel zum Zweck und mehr Lug und Trug als Glanz und Gloria? Wann weiß ich, wann ich Glück habe - nehmen wir Glück bewusst wahr, oder nehem wir es, wenn es passiert für selbstverständlich?

Und jetzt spüre ich langsam diese Anspannung und diese seltsame, nicht einschüchternde Angst durch meine Adern rennen und das lässt mich aufrecht gehen und trotzdem diese Ungewissheit spüren. Auf schlechte Tage müssen gute Tage folgen...

Daniel Powter - Bad Day

Ein Danke an alles was mir bis hier her passiert ist und ein Danke an das, was noch kommen wird.
Ich will mein Glücksbringer sein!

1 Kommentar:

  1. Lieber Jonathan,

    bereits als ich den ersten satz gelesen habe, ist mir in den Sinn gekommen, dass du doch eigentlich wissen solltest, dass du selbst ein wahrer Glücksbringer bist!
    Du hast das Glück immer in fest in deinen Händen gahalten, egal wie sehr es sich auchm von dir losreisen wollte. Auch wenndas Unglück dich verfolgt hatte, hast du nie aufgegeben an das Glück zu glauben. Wie oft hast du dem Unglück deine Handflächen entgegen gestreckt, wohlwissend, dass dir das Glück dadurch nicht entrinnen kann. Denn das Glück ist wie ein wahrer Freund, den man nicht gewaltsam festhalten kann, der dich dein Leben lang begleitet, ohne etwas von dir zu erwarten, der jedoch nicht immer da ist, wenn du ihn brauchst, der underwartet kommen kann, und dich für unbestimmte Zeit verlässt, manchmal gerade dann, wenn du ihn am meißten brauchst. Mann erwartet von ihm das Gegenteil, dass er zur richtigen Zeit am richten Ort ist, dass er solange bei einem bleibt, wie es nötig ist. Doch das Glück versteckt sich oft hinter seinem Gegenspieler, der es weiß, dass dieser auch von großem Nutzen ist! Eserscheint nicht immer fair,doch wie können wir urteilern, wenn wir es nicht verstehen....wir lernen nur zu hoffen! Doch über eines kannst du der Grund aller Offebahrungen des Glücks in dir liegt! Denn du bist ein wahrer Glücksbringer.....nicht nur nur für dich selbst!

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