Die Weihnachtszeit hat begonnen und jetzt muss ich mich Wohl oder Übel damit abfinden. Seit gestern wird Tag für Tag, Türchen für Türchen geöffnet, damit wir auch ja alle nicht vergessen, wie viele Tage es noch bis Weihnachten sind. Naja, alle von uns sicher nicht, ich aber schon. Ich bin froh, dass ich einen Adventskalender habe, ein Stückchen von "zu Hause" gibt mir mein SpongeBob Adventskalender nämlich schon...
Abgesehen aber davon, kommt mir das Leben auch wie ein Adventskalender vor - mit vielen Türchen aber ohne die Schokolade, die glücklich machen soll. Wieso kann hinter den Türen im Leben nicht auch Schokolade stecken? Stattdessen muss man im Leben jeden Tag eine neue Türe suchen und öffnen und darf nicht mal auf den Schokoladen-Glücks-Effekt hoffen. Total anstrengend, wirklich. Im Gegensatz zu dem Adventskalender, der immer 24 Türchen hat, weiß ich nicht, wie viele Türen ich noch öffnen muss.
Eine tat sich gestern auf. Ich habe jetzt wahrscheinlich (also ziemlich sicher) eine erste WG-Mitbewohnerin, das erleichtert mich und lässt mich hoffen, dass wir dann zu zweit schnell noch zwei weitere Mitbewohner finden! Ich brauche wirklich ein eigenes Zuhause in Berlin. Als ich am Wochenende (von Donnerstag bis Montag) in Stuttgart war, wurde mir klar, dass ich dort nicht mehr zu Hause bin - mich in Berlin aber auch nicht zuhause fühle. Wo ist also mein Zuhause? Muss ich mich gerade in einem Stadium der Unzugehörigkeit wiederfinden? Wie lange werde ich brauchen, bis ich endlich ganz in Berlin angekommen bin? Ganz einfach! Ich muss endlich eine eigene Wohung haben, also schnell eine WG finden. Das ist das Hauptziel, danach kann alles ja nur besser werden..? Dann hab ich ein Festnetzanschluss, INTERNET (!) und vor allem habe ich die Freihet, die ich mir schon lange wünsche.
Eine andere Türe tat sich auf und wieder zu. Die Ausbildung bei Peek & Cloppenburg muss verschoben werden, da sie schon zu weit in dem Auswahlverfahren sind. Also ist das Thema für mich abgehakt, ich will auch nicht weiter darüber nachdenken, bin sogar ganz froh darüber. Handelsfachwirt ist nicht das, was ich wirklich werden wollte - womit ich wirklich zufrieden gewesen wäre. Denn ich wohne in Berlin um zu studieren. Der Wille zum Studieren ist da. Ich weiß zwar nicht was, aber ich will. Am besten ab April.
Es gibt auch ansonsten so viel zu tun. Ich muss noch so viele Türchen öffnen... Wenn ich mich damit beschäftige, bekomm ich Kopfschmerzen und will gar nicht weiter drüber nachdenken, aber was bleibt einem anderes übrig? Immerhin muss man weiterkommen und voran kommen. Ich seh mich hier nicht mehr lang in diesem Keller und mit diesem (scheiß!) Internetstick. Es muss doch langsam weitergehen!
Ich bin totmüde, aber wenigstens kreativ. Hab derzeit viele Ideen für neue Texte. Immerhin etwas. Das neue OneRepublic Album "Waking Up" ist so enttäuschend! Hatte gehofft, dass es gut werden würde - tja, war wohl nichts, wa?! Wahrscheinlich habe ich bald Windows 7, bin mal gespannt wie das wird.
Hbe jetzt auch nicht mehr viel zu sagen. Noch 22 Türchen bis Weihnachten, noch 21 Türchen bis ich wieder nach Stuttgart gehe, noch X Türchen, bis ich geschafft habe, was ich schaffen will und werde!
Patty Griffin - Up To The Mountain
Inspiration ist Alles
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